Und dann bin ich aufgewacht, fand mich in vertrauter Umgebung. Sonne flutete durch das offene Fenster ins Zimmer. Ich atmete auf. Angefangen hatte es mit der Angst, die sich wie eine Schlinge um meinen Hals legte, mir die Luft nahm, den Schrei erstickte, der tief aus meinem Bauch aufstieg. Ich sah ihn auf mich zukommen, ihn, der längst tot ist, verbrannt, begraben.
Seine glasigen Augen, die ich gehaßt hatte, weil sie mich erinnerten, dass er seine Seele verkauft hat, trafen mich wie ein Pfeil. Mein Blick voll Verachtung und Ekel riß ihn aus seiner Trunkenheit, wie damals.
Ich wußte, dieses Mal würde er mich töten. Regungslos, unfähig zu fliehen, verharrte ich. Langsam hob er die Arme, legte die Hände um meinen Hals, war mir so nahe, wie in längst vergessener Zeit. Da löste sich meine Starre, fiel ab wie ein Schleier, der sanft zu Boden gleitet. Ich fühlte, dass ich ihn liebte, nie aufhören würde zu lieben, dass er Entsetzen und Lust war: einfach Leben. In dieser Zerrissenheit bin ich ganz.
